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Einen Cartoon bitte!

Herzlich willkommen,

 

ich werde hier kurz zeigen, wie ein Cartoon für die Website entsteht.. ..  und Ihr werdet sehen, wie viel Arbeit darin steck - was Ihr wenige Sekunden betrachtet, kostet mehrere Stunden Arbeit. Das ist fast wie mit dem Sonntagsbraten: Die Zubereitung dauert ebenfalls Stunden und nachdem er ein paar Minuten auf dem Tisch gestanden hat, ist er spurlos verschwunden  -  aber die zufriedenen Gesicherter sind der Mühe Lohn ;-)

 

OK, los gehts - nachdem sich nach langem Überlegen endlich eine Idee auftut, beginne ich mit den ersten kleinen Skizzen und Zeichnungen (den Scribbels). Ich probiere  verschiedenen Perspektiven aus und suche günstige Positionen für Figuren und Bildelemente. Das war hier gar nicht so einfach, da zu sehen sein sollte, das der Geocacher einen Verschluss an der Brückenbrüstung entfernt (Plopp). Daher musste ich sehr nah an Brücke und Cacher rangehen - durch die Perspektive wird der Passant am anderen Ende der Brücke dann schon recht klein.

Die ersten skizzierten Entwürfe werden mehrmals überarbeitet und verfeinert, bis in Bezug auf Größe und Position alles genau passt. Die Objekte zeichne ich gerne auch in unterschiedlichen Farben, dann kann ich sie besser unterscheiden :-)

Nun geht es ab zur Reinzeichnung, also dem korrekten Nachzeichnen der Hauptlinien. Ergebnis ist ein sauber gezeichneter Cartoon mit gewichteten Linien. Dabei wird die Kontur der Figuren betont, damit sie sich klar vom Hintergrund und weniger wichtigen Elementen abheben. Linien, die im Schatten liegen, werden dicker gezeichnet.

Im nächsten Schritt kommt dann Farbe ins Spiel! Begonnen wird mit den großen Flächen des  Hintergrundes, wie Himmel und Gras. Dann arbeite ich mich schrittweise über Bäume, Brücke und Wasser im Bild bis zu den Hauptfiguren nach vorne. Für alle Bilder verwende ich stets die selbe Auswahl von Farben (Palette) – damit wirken die Cartoons untereinander einheitlicher.





Um den Cartoon optisch aufzuwerten, wird auf einem eigenen Layer der Schatten angelegt. In den meisten Illustrationen wird die Lichtquelle (Sonne :-) links oben platziert. Somit befinden sich die Schattenpartien der Objekte auf der rechten Seite. Durch das Abdunkeln gewinnt die Grafik deutlich an Tiefe und Plastizität. Da ich mit nur einer Grundfarbe und einer Schattenfarbe arbeite, bleibt das Ganze aber zum Glück recht überschaubar. Dieser einfache Colorierungsstil wird im Fachjargon „Cell-Shading Look“ genannt, in Anlehnung an die einzelnen Bilder (Cells)  aus Zeichentrickfilmen.

Auf einer weiteren Ebene bringe ich noch etwas Weiß auf – das sind die Lichtreflektionen auf glänzenden Gegenständen. Die Reflektionen sind der Lichtquelle zugewandt, also auf der linken Seite von Objekten, Flächen und Kanten.

So ... die Zeichnung ist fertig; fehlt nur noch der Text. Dazu wandert der fertige Cartoon ins nächste Programm. Dort montiere ich die Textpanels und die Sprechblasen. Die Texte fallen mir meist schon beim Scribbeln ein. Wenn ich das Gekritzel noch lesen kann, tippe ich es in die Sprechblasen, ansonsten muss ich mir was neues einfallen lassen ;-) Meist probiere ich auch eine Weile, bis der Text vom Umfang her in die vorhanden Panels oder Blasen passt. Aber, je mehr Text ich unterbringen will, umso weniger Platz bleibt auf der Zeichnung übrig.

So, wenn jetzt alles passt, sind so etwa 6 Stunden vorbei und der Export als jpeg-Datei steht an - und dann rauf damit, auf den Geocaching-Server :-)

 

 

 

 

 

 

 






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