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Anleitung zum Erstellen und Verstecken eines Caches

Die Vorüberlegungen


Du möchtest also einen Geocache verstecken? Klasse! Lies weiter. Falls du gerade erst von Geocaching gehört hast, lies auch die FAQ (Frequently Asked Questions), eine Liste mit Antworten auf häufig gestellte Fragen. Von anderen Cachebeschreibungen kannst Du dich ebenfalls inspirieren lassen.

Diese Anleitung führt dich in 5 Schritten zum Erfolg:

Schritt 1 - Suche ein Versteck

Schritt 2 - Den Cache vorbereiten

Schritt 3 - Den Cache verstecken

Schritt 4 - Den Cache eintragen

Schritt 5 - Betreue den Cache

Vor allem solltest du bedenken, dass die meisten Geocacher auf "Schatzsuche" gehen wollen. Der Reiz des Spiels liegt darin, Rätsel zu lösen, ein kleines Abenteuer zu erleben, einen Grund zu haben mit Partner/in, Kindern, Hund (Schirm, Charme und Melone ;-) ) mal wieder einen Sonntagnachmittag draußen zu verbringen, einen Ort aufzusuchen, den man sonst nicht gesehen hätte - obwohl er sehr interessant ist - eine tolle Radtour oder Wanderung zu machen und zum Abschluss des Ganzen einen Schatz zu heben. Nur die wenigsten Geocacher wollen ihre "Gefunden-Statistik" auf Biegen und Brechen verbessern und deshalb an einem Tag so viele Caches wie irgend möglich heben.

Wenn du diese Dinge für dich geklärt hast, kannst du dich fragen, was für einen Cachetyp du verstecken möchtest. Soll es nur ein Microcache sein? Am Besten noch als Drive-In auf Deinem Arbeitsweg? (Siehe oben: Besser nicht, obwohl es auch da ein paar ganz Nette von gibt ;-) ) Oder möchtest du den Leuten eine schöne Aussicht oder ein interessantes Gebäude näher bringen? Vielleicht soll es auch ein so schwieriger Regular Cache werden wie Enigma #1? Wenn Du dir darüber im Klaren bist, ist es an der Zeit, für deinen Cachetyp ein passendes Plätzchen zu suchen.

Schritt 1 - Suche ein Versteck


 
  • Es sollte so angelegt sein, dass der Cache nicht allzu leicht unabsichtlich gefunden wird.
  • Es sollte in einer interessanten Ecke sein. Was genau "interessant" ist, ist natürlich reine Geschmacksfrage. Schaue dir hierfür am besten mal die Logs einiger Caches an - so bekommst du ein recht gutes Gespür dafür, was "gut ankommt".
  • Es sollte unter Berücksichtigung von geltenden Gesetzen erreichbar sein (Privateigentum, Naturschutz).

Wenn der Cache auf Privatbesitz versteckt werden soll, frage vorher den Eigentümer um Erlaubnis und denke auch daran, dass dieser Privatgrund eventuell nicht ständig betreten werden kann. Wenn der Schatz in öffentlichen Einrichtungen (Park, Zoo, etc.) versteckt werden soll, kontaktiere eine zuständige Person, sonst ist er vielleicht bei der nächsten Aufräumaktion weg.

Du bist letztlich verantwortlich für den Cache, also kümmere dich darum, dass Du die Regeln und Gesetze für die Gegend kennst, in der der Cache versteckt werden soll.

GPS-GerätWichtig: Bitte behandle die Gebiete, in denen du einen Cache verstecken möchtest, rücksichtsvoll. Respektiere bitte die geltenden Gesetze zum Landschafts- und Naturschutz und bedenke, dass du als Cache-Owner nicht der einzige sein wirst, der hier in Zukunft herkommen wird.

Wenn du ein Versteck gefunden hast, gehe noch einmal in dich und versuche herauszufinden, ob diese Stelle tatsächlich für einen Cache geeignet ist. Du solltest dich z. B. fragen, ob

  • diese Stelle aus Sicht des Landschafts- und Naturschutzes wirklich geeignet ist.
  • ein Cache an dieser Stelle vielleicht die moralischen und/oder religiösen Werte/Gefühle anderer verletzen kann? Mancher könnte pikiert sein, wenn eine Gedenkstätte für Kriegsopfer o.ä. als Schatzversteck herhalten muss.
  • das Suchen und Loggen des Schatzes an dieser Stelle ungefährlich ist? Wenn du einen Schatz versteckst, der nur in der Nacht zu finden ist, kann es in einigen Großstadtparks oder Jagdgebieten schon mit einem gewissen Risiko behaftet sein, sich dort aufzuhalten.
  • der Cache an dieser Stelle wirklich auch zu loggen ist? Oder ist ein so starker Publikumsverkehr, dass man nur mitten in der Nacht an den Cache rankommen würde?
  • diese Stelle auch für andere wirklich interessant sein kann. Ist der Ort auch objektiv was Besonderes? (historische Gebäude, klasse Aussicht auf den Hafen, schöner Rundum-Blick über die Berge, Hügelgräber o.ä.)
  • du vielleicht das Versteck interessanter gestalten kannst, indem du nicht die direkten Cache-Koordinaten angibst, sondern die Schatzsucher noch ein wenig umherführst? Erinnere dich an deine Kindertage - wann hat dir das Ostereiersuchen am meisten Freude bereitet? Doch wohl immer dann, wenn die Verstecke nicht allzu offensichtlich waren, oder?!

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Schritt 2 - Den Cache vorbereiten


Zuerst benötigst du einen Behälter. Bewährt haben sich Gefrierdosen der mittleren Preisklasse - die ganz billigen Dosen brechen oft bei Kälte, und die teuren sind ganz einfach zu teuer ;-). Auch alte Munitionskisten sind sehr gut geeignet, man sollte aber ein Modell mit Gummidichtung wählen. Kunststoffrohre (HT-Rohr), Salbendosen, Tee- und Kaffeedosen, wasserdichte Dokumentenbeutel etc. sind ebenfalls brauchbar. Weitgehend unbrauchbar sind die Eisschachteln aus dünnem Plastik - sie gehen zu einfach kaputt. Bei der Verwendung von Gläsern berücksichtige bitte, dass ihr gewölbter Glasboden als Brennglas fungieren kann (Brandgefahr!).

Unabhängig vom verwendeten Behälter solltest du ihn, von außen gut lesbar, als Geocache markieren. Kennzeichne ihn so, dass jemand, der nicht mitspielt, herausbekommt, was es ist, und es nicht für einen gefährlichen Gegenstand hält (Bombe, etc.). Schreibe auf den Behälter mit wasserfestem Stift

        "Offizieller Geocache"; "Cachename"; "Koordinaten"; "Bitte nicht entfernen oder beschädigen!" und evtl. "eMail-Adresse"

Zu viel Information ist besser als zu wenig.

Als Schreibgerät für das Logbuch haben sich weiche Bleistifte (evtl. Spitzer beilegen) besser bewährt als Kugelschreiber, da Letztere bei hohen Temperaturen auslaufen können, bei nassem Papier nicht gut schreiben bzw. die Schrift verläuft und bei Temperaturen unter Null °C einfrieren.

PETlinge

Als Logbuch kannst du je nach Cachegröße einen DIN A5 oder DIN A6 Spiralblock, ein kleines Notizbuch oder einfach nur einen selbst angefertigten Zettel verwenden (Links zu Vorlagen findest Du im folgenden Absatz und in der Rubrik "Links"). Wenn du es ganz professionell angehen möchtest, kannst du natürlich auch einen wasserfesten "Outdoor Notizblock" aus dem Trekkinghandel verwenden. Inzwischen gibt es aber auch einige Online-Shops die sich auf Geocaching-Artikel spezialisiert haben.

Es empfiehlt sich, auch einen Zettel beizulegen, der die Finder willkommen heißt und sie informiert, was das alles soll (falls sie den Cache zufällig gefunden haben). Vorbereitete Cache-Zettel gibt es von verschiedenen Quellen und in unterschiedlichen Formaten:

von Navicache.com

von Geocaching.com

Last but not least kannst du nun noch einige Tauschgegenstände in den Cache legen. Es ist zu empfehlen, muss aber nicht notwendigerweise sein!

Einige Ideen für den Cache-Inhalt:
  • Einwegkamera - Lege eine hinein und bitte jede/n, ein Bild von sich zu machen und die Kamera wieder zurückzulegen. Du kannst die Bilder später entwickeln lassen und online auf der Cache-Webseite zeigen.
  • Spielzeug, Stofftiere, usw.
  • Schlüsselanhänger, Buttons, Pins, usw.
  • CDs, DVDs, Disketten (bitte keine Raubkopien!) 
  • USB-Sticks
  • Gutscheine
  • "historische" oder seltene Münzen
  • ...

Es hängt von Dir ab, was du in den Cache legen möchtest. In den meisten Fällen reichen aber um die 5-10 € aus, um einen ordentlichen Cache auszustatten.

Denkbar ungeeignet für einen Cache sind:

  • Alles, was irgendwie "ab 18" ist - denke bitte daran, das der Cache auch von Kindern gefunden werden könnte.
  • Lebensmittel - auch Eingeschweißtes und Konserven. Tiere haben einen wesentlich besseren Geruchssinn als der Mensch und könnten von den Gerüchen angelockt werden.
  • Alles was bei veränderten Umweltbedingungen - der Cache liegt schließlich das ganze Jahr über draußen - seinen Aggregatszustand in irgendeiner Form ändert (z. B. auch Kerzen, Seifen...). Diese Dinge können den Cache ekelig verunstalten bzw. völlig unbrauchbar machen.
  • Alkohol, Feuerzeuge, Streichhölzer, Messer, ....
  • Selbstgebrannte CDs/DVDs, sofern die Inhalte nicht aus eigener Produktion stammen.
  • Alter Kram, den beim letzten Flohmarkt schon keiner mehr haben wollte.

Feuchtigkeitsempfindliche Gegenstände, wie z.B. das Logbuch und den Hinweiszettel, sollte man noch zusätzlich in einen wiederverschließbaren Gefrierbeutel (am besten solche mit "Reissverschluss", z.B. ZipLoc) stecken. Dies sorgt gleichzeitig für ein bisschen Ordnung im Geocache, da man nicht erst den ganzen Behälter ausleeren muss, um an den Bleistift zu kommen (der in solchen Fällen ja grundsätzlich in der untersten Ecke liegt ;-) ).

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Schritt 3 - Den Cache verstecken


Nun kommt der schwierigste Teil!

  1. Stelle deinen GPS-Empfänger auf das WGS84-Kartendatum ein (siehe Gebrauchsanleitung), dies ist das Kartendatum mit dem international beim Geocaching "gearbeitet" wird.
  2. Die GPS-Koordinaten sollten so dicht am Cache aufgenommen werden, wie es irgend möglich ist.
  3. Wenn dein GPS-Empfänger über eine Averaging-Funktion (deutsch: "Mitteln") verfügt, benutzte diese, um möglichst exakte Werte zu erhalten. Du kannst aber auch mehrfach (ca. 10x) aus verschiedenen Richtungen auf den Cache zugehen, einen Wegpunkt aufnehmen, dich wieder entfernen und dann den besten Wert nehmen oder selber einen Mittelwert aus den Werten errechnen.
  4. Schreibe die Koordinaten auf's Logbuch und auf den Cachebehälter.
  5. Ein paar Zeilen im Logbuch über das Zustandekommen des Verstecks sind auch möglich. Hier kannst Du auch auf Details eingehen, die in der Online-Beschreibung zu viel verraten würden.
  6. Falls nötig, "tarne" Deinen Schatz noch entsprechend der Umgebung. Hierbei sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. In der Regel gilt: Je ungewöhnlicher, desto besser.

Bitte vergrabe den Cache nicht! Da die vom GPS-Empfänger gelieferten Koordinaten niemals exakt sind, entsteht sonst in der Umgebung des Verstecks sehr schnell eine kleine Kraterlandschaft. Bedenke: Auf eine Fläche von nur 10x10m passen ganze 2500 Löcher im 20x20cm Format - da dauert die Suche unter Umständen etwas länger. Und nach dem 1000sten Spatenstich vergeht selbst dem hartnäckigsten Geocacher die Lust ;-).

Wenn Du noch keine Erfahrung hast oder es ein sehr aufwendiger Cache ist, der z.B. mathematische Berechnungen erforderlich macht oder mehrere Stationen beinhaltet, lasse die Angaben kontrollieren/testen, bevor du ihn veröffentlichst, z.B. durch einen Probelauf mit einem anderen Cacher. Es ist sehr ärgerlich, wenn man nach einer langen Anfahrt den Cache wegen eines "Zahlendrehers" oder mehrdeutiger Hinweise nicht findet.

Schaue dir dein Versteck und die Umgebung noch mal an:

  • Ist es möglich, den Schatz sehr leicht zufällig zu finden? Das wäre nicht gut.
  • Hat man in der Umgebung einen brauchbaren Sat-Empfang, oder wird die Schatzsuche schon hunderte Meter vor dem Versteck zum "Blindflug"?
  • Habe ich auch alles wieder eingepackt, was nicht zum Cache gehört? (Kompass, Brotpapier, etc.)

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Schritt 4 - Den Cache veröffentlichen


Um den Cache zu veröffentlichen hast du mehrere Möglichkeiten:

  1. www.geocaching.com - Die grundlegenden Funktionen, die zum Cachen nötig sind, stehen allen Mitgliedern kostenlos zur Verfügung. "Premium Mitglieder" die die Website finanziell unterstützen, haben Zugriff auf einige weitere zusätzliche Funktionen. Geocaching.com verfügt über die weltweit größte und meistgenutzte Datenbank. Die Caches werden nach Absenden des Formulars durch einen sogenannten "Reviewer" kontrolliert und, sofern er den Guidelines (Richtlinien) entspricht, von diesem "freigeschaltet".
  2. www.opencaching.de - Diese nicht kommerzielle Seite ist das jüngste Mitglied im Bereich des Geocaching-Supports. Hochgeladene Caches sind in der Regel sofort verfügbar. Die Seite ist noch im Aufbau und wird von engagierten Cachern stetig weiterentwickelt.
  3. www.navicache.com - Diese Seite ist ebenfalls nicht kommerziell. Gemeldete Caches stehen meist sehr schnell zur Verfügung, weil die Gegenschau durch das Navicache-Team i.d.R. rasch geschieht. Das Layout ist allerdings ein wenig gewöhnungsbedürftig und auch der Rest der Website könnte etwas "frischen Wind" vertragen.

Auf allen drei Websites steht zum Veröffentlichen eines Caches ein Formular zur Verfügung. Um den Schwierigkeitsgrad Deines Schatzes einordnen zu können, kannst du das Bewertungssystem auf www.geocaching.de verwenden. Versuche aber nicht, dein Versteck durch einen niedrigeren oder höheren Schwierigkeitsgrad interessanter zu machen. Ein kleiner Absatz, über den Du achtlos hinwegsteigst oder ein schmaler Durchgang, der dir unter Umständen nicht mal auffällt, kann für andere (z.B. mit Rollstuhl, Kinderwagen, Fahrrad, etc.) ein unüberwindbares Hindernis sein.

 

Wichtig: Wenn du Deinen Cache bei geocaching.com eintragen möchtest, achte bei Deiner Cachebeschreibung auch darauf, dass du das amerikanische Rechts- und Moralempfinden nicht störst. Andernfalls kann es passieren, dass Dein Cache nicht freigeschaltet wird. Lies hierzu auch die Nutzungsbedingungen durch.

Ansonsten:

  • Wenn der Cache sehr gut versteckt ist, gib Tipps zum Versteck auf der Online-Cacheseite.
  • Wenn der Cache in eintrittspflichtigen Einrichtungen versteckt ist, vermerke dies ebenfalls auf der Online-Cacheseite. Nicht alle Geocacher sind bereit, zum Heben eines Schatzes Eintrittsgelder zu bezahlen. Die Höhe dieser Kosten und gegebenenfalls die Öffnungszeiten der Einrichtung solltest du auch vermerken.
  • Wenn der Cache auf Privatbesitz oder einem eingezäunten Grundstück liegt, sollte auch das erwähnt werden.

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Schritt 5 - Betreue den Cache


Wenn ein Cache erst einmal versteckt ist, gibt es nicht mehr viel zu tun. Normalerweise erfährst du über die Logs deiner Besucher, wenn ein Cache beschädigt oder abhanden gekommen ist. Aber auch andere Hinweise bekommst du über die Logs. Wenn sich Anmerkungen über Unrat o.ä. am Cacheort häufen, solltest du allerdings in Betracht ziehen, den Cache zu verlegen. Mit der Zeit kann sich aber auch innerhalb des Caches etwas "Unrat" angesammelt haben, der gelegentlich entfernt werden sollte. Eine kleine Porzellanfigur, an der schon sämtliche Ecken abgebrochen sind, oder ein Ü-Ei-Steckspielzeug, bei dem die Hälfte fehlt, wird keiner mehr haben wollen. Es kann also nicht schaden, den Cache alle paar Monate mal "vorbeugend" zu besuchen.

Hin und wieder muss das Logbuch ausgewechselt werden oder ggf. eine neue Einwegkamera im Cache hinterlegt werden. Es kann auch sein, dass z.B. der Jagdpächter mit dir in Kontakt tritt und dich bittet, den Cache zu entfernen. Dieser Bitte solltest Du in der Regel nachkommen, denn wenn Du den Cache nicht selbst entfernst, wird er vermutlich irgendwann einfach "verschwunden" sein - und mit ihm auch das "Wertvollste" im Cache: das Logbuch!

Und nun wünscht euch das gesamte Geocaching.de-Team

Viel Spaß beim Geocaching!

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