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Anleitung zum Finden eines Cache

In 4 Schritten zum erfolgreichen Cachfund.

Schritt 1 - Die Informationsbeschaffung

Schritt 2 - Die Vorbereitung

Schritt 3 - Die Suche

Schritt 4 - Der Fund

Schritt 1 - Die Informationsbeschaffung


Nachdem du dich für einen Cache entschieden hast, wirst du immer noch ein paar weitere Informationen benötigen.

Zuallererst wird dich die ungefähre Lage des Cache interessieren. Auf allen Cacheseiten findest du einen Link zu Mapquest, Googlemaps oder ähnlichen Karten, die dir die Lage verraten. Wenn du weißt, wo der Cache in etwa liegt, ist es ein Einfaches, eine Möglichkeit zu finden, wie du dorthin gelangst. Ob du hierfür ein KFZ, den ÖPNV oder das Fahrrad benutzt (wobei Letzteres natürlich das beste aller Verkehrsmittel ist smiley-smile ), ist dir selbst überlassen. Vielleicht ist der Cache ja auch so nah, dass du zu Fuß gehen kannst.

Besonders wenn der Cache eine längere Anfahrt benötigt oder in einem Naturgebiet liegt, bietet es sich an, eine topografische Karte des Gebiets zu besorgen. Am besten eine mit eingezeichneten Koordinatengittern. Dann kannst du die  (fast) exakte Lage des Verstecks bereits zu Hause ermitteln. Außerdem hilft dir die Karte dabei, die Entfernung zum Versteck besser abzuschätzen - auch in Deutschland kann der Weg ziemlich lang werden, wenn man dachte, es seien nur 2 km und in Wirklichkeit waren es 6 km oder mehr, weil auf dem Weg zum Cache eine Autobahn, ein Flusslauf o. Ä. im Weg war und ein größerer Umweg benötig wurde.

 
Bedenke bitte: Dein GPS-Empfänger gibt dir immer nur die Entfernung der direkten Luftlinie zum Ziel an.

Wichtig ist auch, die Logs deiner Vorgänger zu lesen, sie enthalten oft wertvolle Hinweise. Den eventuell vorhandenen Hint (der komisch kryptische Text, der unter manchen Cachebeschreibungen steht) kann man natürlich auch zu Hilfe nehmen. Um sich den Spaß am Schatzsuchen aber nicht gleich zu verderben, sollte man lieber den Ausdruck der Cacheseite mitnehmen und erst im Bedarfsfall den Hint vor Ort entschlüsseln. Das Gleiche gilt prinzipiell auch für die Fotohints. Eventuell hast du ja auch ein Smartphone mit Internetzugang und kannst unterwegs noch einmal ins Internet gehen. Bei einigen Caches - besonders bei Multi-, aber auch bei einigen Rätselcaches - wirst du diesen Ausdruck auch unterwegs benötigen, um den Schatz finden zu können.

 

Schritt 2 - Die Vorbereitung


Nachdem du nun weißt, wo sich der Cache in etwa befindet und wie du dort hinkommst, ist es eventuell noch notwendig, im Vorfeld einige Informationen zu beschaffen. Besonders bei den "Besonderen Caches" brauchst du oft Geburtsdaten, Namen, Größen o. Ä., um die richtigen Koordinaten berechnen zu können. Wenn du dies alles erledigt hast, kann es eigentlich schon losgehen.

Bei einigen wenigen Schätzen ist es wichtig, nicht allein loszuziehen und eine spezielle Ausrüstung mitzunehmen (z. B. ultraviolettes Licht, Kletterausrüstung, ...). Solche Caches solltest du nur dann in Angriff nehmen, wenn du die entsprechenden Voraussetzungen erfüllst.

 

 

Schritt 3 - Die Schatzsuche


Jetzt bist du bereit für die Jagd.

Im Normalfall sollte es recht einfach sein, bis auf circa einen Kilometer an den Cache heranzukommen. Verlasse dich unterwegs eher auf die Karte als auf das GPS-Gerät. Es wird mit Sicherheit vorkommen, dass du zwischendurch wegen Bäumen, Bergen oder hohen Gebäuden mal das Signal verlierst.

 
Erfahrungsgemäß ist es für den GPS-Empfänger einfacher, ein "verlorenes" Signal wieder zu bekommen, als nach dem Neueinschalten ein sehr schwaches Signal zu finden - deshalb ist es besser, den Empfänger die ganze Zeit eingeschaltet zu lassen.

Falls du auf Waldwegen unterwegs bist, können die Schilder der ausgezeichneten Wege recht klein sein und leicht übersehen werden. Oft findet man auch gar keine oder nur eine einfache Farbmarkierung. Versuche also, in solchem Gelände möglichst oft deine Position mit der Karte abzugleichen. Hierfür ist auch ein Kompass sehr hilfreich.

Wenn du einen Cache in einem ausgedehnten Naturgebiet suchen möchtest, markiere deinen Startpunkt (Auto, Bahnhof, Bushaltstelle) beim Losgehen mit einem Waypoint. Dieser kann dir helfen, auch wieder hierher zurückzufinden. Denn wenn du erst einmal mitten in der Schatzsuche bist, ist die Orientierung schnell verloren. Alternativ kannst du auch deine Route "tracken" und am Ziel die Funktion "Trace back" aufrufen. Die meisten GPS-Geräte bieten diese Funktion an. Wenn du bis auf ca. 100 Meter an den Cache herangekommen bist, solltest du die Signalqualität überprüfen. Wenn der Positionsfehler im deutlich zweistelligen Bereich liegt oder das Signal sehr schlecht ist, solltest du dich eher auf die Entfernungsangaben verlassen als auf den Richtungspfeil. Manchmal reicht es aber auch schon, ein wenig Geduld zu haben und zu warten, bis das Signal besser wird. Oft dauert dies nur wenige Minuten. Wenn du die Position des Cache bereits in der Karte lokalisiert hast oder die Lage eindeutig ist, ist natürlich alles im grünen Bereich.

Trotzdem sind die letzten 10 bis 30 Meter oft am schwierigsten. Nur selten wird man direkt bis vor den Schatz geführt und wenn doch, gibt es immer viele Möglichkeiten, einen Cache zu verstecken. Es ist deshalb sehr hilfreich, sich in die versteckende Person ("Cache-Owner") zu versetzen. Wo würde ich einen Cache verstecken? Sind hier unnatürliche Erhebungen (Steinhaufen), Baumstümpfe oder Ähnliches, unter denen der Cache versteckt sein könnte? Ist der Schatz vielleicht unter der Parkbank oder hinter dem Verkehrsschild versteckt? Um das genaue Versteck besser eingrenzen zu können, ist es hilfreich, zu wissen, um was für einen Cachetyp es sich handelt.

 

Schritt 4 - Der Fund


Glückwunsch, du hast den Schatz gefunden und dich endgültig mit dem Geocachingfieber angesteckt. smiley-smile

Bevor du den Schatz hebst, sieh dich noch einmal gut um! Achte darauf, dass du unbeobachtet bist. Das ist bisweilen nicht ganz einfach und zeitaufwendig, aber leider gibt es genug Vandalen. Trage deinen Besuch im Logbuch ein, vielleicht kannst du auch noch ein wenig mehr als deinen Nicknamen und das Datum/die Uhrzeit eintragen. Einige Logbücher sind wirklich nett zu lesen. Dann kannst du einen Gegenstand aus dem Cache tauschen. Üblicherweise solltest du darauf achten, halbwegs gleichwertige Dinge zu tauschen. Auch diesen Tausch trägst du ins Logbuch ein. Manche Leute tragen sich nur ins Logbuch ein - die Leistung, den Cache zu finden, reicht ihnen -, ein Vermerk wie "no trade" o. Ä. ist aber auch dann angemessen. 

 
Denkbar ungeeignet für einen Cache ist/sind:
  • alles, was irgendwie "ab 18" ist - denke bitte daran, dass der Cache auch von Kindern gefunden werden könnte.
  • Lebensmittel - auch Eingeschweißtes und Konserven. Tiere haben einen wesentlich besseren Geruchssinn als Menschen und könnten von den Gerüchen angelockt werden.
  • alles, was bei veränderten Umweltbedingungen - der Cache liegt schließlich das ganze Jahr über draußen - seinen Aggregatzustand in irgendeiner Form ändert (z. B. auch Kerzen oder Seife!). Diese Dinge können den Cache ekelig verunstalten bzw. völlig unbrauchbar machen.

Verschließe den Cache wieder gründlich und verstecke ihn genau da, wo du ihn gefunden hast. Versuche auch deine Spuren zu verwischen und eine eventuelle "Tarnung" (Steine, Astwerk u. Ä.) wiederherzustellen. Wenn nötig kannst du auch eine eventuell beschädigte Plastiktüte austauschen oder einen defekten/stumpfen Kugelschreiber auswechseln, einen Bleistift anspitzen oder einen von innen feuchten Cache "trockenlegen" - der Cache-Owner wird es dir danken. Wenn du wieder zu Hause bist, trage deinen Fund auch auf der Cacheseite bei www.Geocaching.comwww.Navicache.com und/oder www.opencaching.de ein. Ein Hinweis über den Zustand des Cache ist besonders dann wichtig, wenn er definitiv nicht mehr da oder in irgendeiner Form beschädigt ist (Feuchtigkeit im Behälter, volles Logbuch o. Ä.). Nach mehreren Exkursionen zu Geocaches in deiner Gegend wirst du sicher bald deinen eigenen platzieren wollen.

Willkommen in der aufregenden Welt des Geocachings.