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El Dorado für Lost-Place-Ästhetiker

Maix Mayer: Die vergessenen Orte der Arbeit

Leer stehende und vergessene Fabriken oder sonstige Orte der Arbeit gibt es vorwiegend in der ehemaligen DDR und bevorzugt an Stadträndern? Weit gefehlt, man durchsuche mal das Internet nach einem Autohaus mitten in Passau, das vor nicht allzu langer Zeit gewissermaßen aus seinem Dornröschenschlaf geweckt wurde. Mit diesem Wissen sollte man sich dann an die Lektüre von Lost-Place-Büchern machen ...

Das Buch stellt leer stehende Fabriken vor, die einen großen, wenn nicht den größten Teil des Lebens der DDR-Industriearbeiter einnahmen. Dabei sollen die großformatigen Querformatfotos von den Hoffnungen, dem Frust, Bemühen und Leben jener Zeit erzählen – und das gelingt auch.

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Tourismusförderung via Geocaching?

Margot Laufer

Geocaching als touristischer Standortfaktor: Eine empirische Untersuchung in der Region Schwarzwald

Wie in einem wissenschaftlichen Buch üblich, beginnt es mit der Analyse der Problemstellung. Hierzu wird die Ausgangslage, also der im Wandel befindliche touristische Markt in Deutschland untersucht. Da mehr Kurzurlaube und Aktivangebote gefragt sind, von denen eines Geocaching ist, geht das Buch der Fragestellung nach, ob man für eine Region Urlauber über Geocaching „anlocken“ kann. Konkreter geht es darum, ob Geocaching die Urlaubsregion Schwarzwald beeinflusst und welche Erkenntnisse diese aus einem positiven Umgang mit Geocaching gewinnen kann. Die These, dass Geocaching einer sich am Markt orientierenden Tourismusregion helfen kann, wird über eine Befragung von Cachern geprüft und um weitere wissenschaftliche Erkenntnisse ausgeweitet.

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Harz in Schwarz-Weiß

Marc Mielzarjewicz: Lost Places Harz

Dieses Buch ist ein sehr unübliches Werk, insofern als es mit seinen Schwarz-Weiß-Fotos einen Kontrast zur sonst eher bunten Tourismus-getriggerten Darstellung der Region bildet. Ebenfalls „unwerblich“ sind die Texte im besprochenen Buch: sie enthalten lediglich kurze Informationen zu den vorgestellten Bauwerken. Das tut dem Buch aber keinen Abbruch, da die atmospärischen Fotos so mehr Platz haben, ihre Wirkung zu entfalten.

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Zeitzeugen

Marc Mielzarjewicz: Lost Places Magdeburg: Spuren der Zeit

Ein weiteres Mal hat sich der Fotograf Marc Mielzarjewicz auf die Spuren der Vergangenheit gemacht. Mit seinem Buch bzw. den Fotos will er das Interesse an Baudenkmälern, die umgebaut werden, noch auf Investoren warten oder bereits dem „Untergang“ geweiht sind, wecken. Dieses Mal war er in Magdeburg unterwegs und hat seine Eindrücke festgehalten.

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Ein Fall für Molly Preston

Carine Bernard: Lavendel-Coup

In einer Kapelle in der Provence ist Molly Preston damit beschäftigt, Farbe von einer Wand abzutragen, um die Kapelle auf die Restaurierung vorzubereiten. Da das Abtragen von Farbe nicht gerade als kriminalistische Arbeit durchgeht, muss mehr dahinterstecken und das tut es: Denn Molly arbeitet getarnt als Kunststudentin an der Kapelle mit, um an Claude du Fondette heranzukommen, der ein Imperium von Privatbanken kontrolliert und dessen Bank in Wirtschafts- und Finanzspionage verwickelt sein soll. Als Molly bei ihrer Arbeit über einen Gaunerzinken stolpert, stellt sie schnell einen Zusammenhang zu einem ungeklärten Banküberfall her. Und als sie wenig später eine Leiche findet, stehen Molly und ihr Freund Charles, der ihr bei den Rätseln hilft, vor noch mehr Fragen: Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Bankraub und dem Toten? Ist die Beute des Bankraubs noch irgendwo versteckt und wenn ja, wo? Fragen über Fragen, für deren Beantwortung Molly nicht viel Zeit hat, denn schon bald ist ihr ein Verfolger auf den Fersen.

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