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Lost-Places-Geschichten

Corinna Griesbach (Hrsg.): Verlassene Orte

In diesem Band werden verlassene Orte als ungeschminkte Version von Gebäuden vorgestellt, also Gebäuden ohne Funktion oder Aufgaben, deren Eigenleben der Mensch nicht mehr steuert.

Der Band versammelt Geschichten verschiedener Autoren zu unterschiedlichsten Orten. Entsprechend unterschiedlich fallen die Geschichten, teils auch qualitativ, aus: einige sind eher in einem dokumentierenden Stil gehalten, andere muten literarisch an – die Mischung ist also „bunt“.

Das Buch ist kein Band über Lost Places, wie hier schon andere vorgestellte. Nicht die Bilder oder die Historie der Gebäude steht im Vordergrund, sondern es geht um Erlebnisse und Gefühle, die Autoren in der Begegnung mit Lost Places haben bzw. schildern: das kann mal das verfallende Elternhaus sein oder die gewaltsame Räumung eines verlassenen Ortes. Daneben wird die Geschichte einer Wachschützerin, die einen verlassenen Ort bewacht, erzählt. Und bei mancher Geschichte fragt man sich auch, wieso die Geschichte in dem Buch ist, z. B. bei der von jemandem, der in einer Schneekugel lebt. Außerdem scheint es auch Häuser zu geben, die mit dem Tod dessen, der sich um sie kümmert, zusammenfallen. Diese kurze Übersicht sollte die Bandbreite der Geschichten verdeutlichen.

Es gibt nur wenige Fotos und die Geschichten sind jeweils zwischen 1 und 10 Seiten lang. Da sie von unterschiedlichen Autoren stammen, schwankt auch der Stil – manche sind schon eigen ...

p.machinery

212 S.

12,90 €

978-3942533447