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Ein Fall für Molly Preston

Carine Bernard: Lavendel-Coup

In einer Kapelle in der Provence ist Molly Preston damit beschäftigt, Farbe von einer Wand abzutragen, um die Kapelle auf die Restaurierung vorzubereiten. Da das Abtragen von Farbe nicht gerade als kriminalistische Arbeit durchgeht, muss mehr dahinterstecken und das tut es: Denn Molly arbeitet getarnt als Kunststudentin an der Kapelle mit, um an Claude du Fondette heranzukommen, der ein Imperium von Privatbanken kontrolliert und dessen Bank in Wirtschafts- und Finanzspionage verwickelt sein soll. Als Molly bei ihrer Arbeit über einen Gaunerzinken stolpert, stellt sie schnell einen Zusammenhang zu einem ungeklärten Banküberfall her. Und als sie wenig später eine Leiche findet, stehen Molly und ihr Freund Charles, der ihr bei den Rätseln hilft, vor noch mehr Fragen: Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Bankraub und dem Toten? Ist die Beute des Bankraubs noch irgendwo versteckt und wenn ja, wo? Fragen über Fragen, für deren Beantwortung Molly nicht viel Zeit hat, denn schon bald ist ihr ein Verfolger auf den Fersen.

Das Buch liest sich flott und dank einer abgeschlossenen Geschichte kommt man auch zurecht, wenn man Mollys „Vorgeschichte“ nicht kennt. Im Text erinnert zwar einiges ans Cachen (es gibt Rätsel, Mollys Ausrüstung erinnert stark an die Cacherausrüstung), doch bis zum Schluss gibt es keinerlei Hinweise auf Geocaching. Der Nachsatz bringt dann die Auflösung: Die Geschichten um Molly Preston und Charles Muller sind eine Rätselcacheserie – für deren Fans nun das Buch zur Serie geschrieben wurde. Das Buch ist also der erste Geocaching-Krimi, der nichts mit Geocaching zu tun hat und insofern Neuland.

Droemer-Knaur, eBook, 200 Seiten, 4,99 €, ISBN 9783426437797