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Carine Bernard

Die Schnitzel-Jagd: Ein Wien-Krimi

Um Jeremy, einem Freund und Kollegen aus der Computerabteilung einen Gefallen zu tun, fliegt Molly Preston nach Wien. Denn Jeremys Freund, Markus Wilhelm, hatte ihn um Rat gebeten, weil ein junger Bekannter namens Karl laut Polizei bei einem Unfall um Leben kam. Dumm nur, dass Markus daran zweifelt: Karl hatte ihm erzählt, dass er im Netz ein Rätsel zu lösen versuche und es um Geld gehe. Markus kannte Karl aus einem Hackerclub, der dazu dient, die „Jungs“ nicht auf die schiefe Bahn abrutschen zu lassen. Doch weil Karl auch schon mit illegalen Machenschaften zu tun hatte, kann Markus nicht an einen Unfall glauben. Gleich am Morgen nach Mollys Ankunft gelangen sie und Markus an Karls Laptop, auf dem die beiden Hinweise finden, bei deren Entschlüsselung auch Charles, Mollys Freund, mithilft. Und dann beginnen die beiden auch schon ihre „Schnitzel-Jagd“ durch die Stadt, bei der sie immer tiefer in den Sog des Rätsels, das Karl das Leben gekostet zu haben scheint, geraten. Wird es ihnen gelingen, zu beweisen, dass Karl gewaltsam umkam?

Bei den Titeln um Molly Preston gehört es eigentlich zum „guten Ton“, dass sie Lokalkolorit versprühen. Dieses Mal geschicht das ein wenig über die Sprache von Markus, vor allem aber über Essen und Trinken – wofür Österreich ja nunmal berühmt ist. Bedingt durch den Kontext kommt die Geschichte etwas technischer daher als die bisherigen Titel aus der Reihe. Aber auch das ist ja etwas, was die Reihe ausmacht: an verschiedensten Orten geht es um verschiedenste Kontexte. Die Geschichte ist flüssig zu lesen – dabei ist sie alles andere als ein blutrünstiger Thriller, was sie aber um nichts weniger spannend macht.

Knaur TB

220 Seiten

12,99 €

978-3426215579