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Draußen unterwegs

Geocaching ist ein Outdoorhobby, es findet also vor allem draußen statt. Und von einigen 'Autobahncaches' mal abgesehen, geht es auch meist richtig ins Gelände.

Es versteht sich von selbst, dass Geocacher sich so naturverträglich wie möglich verhalten und daher - wo immer es geht - bevorzugt Wege benutzen.

Aber spätestens auf den letzten Metern findet man sich oft vor der Aufgabe, in Böschungen, Dickichten, Laubhaufen und Ähnlichem zu suchen.

Neben dem Cacheerlebnis stellt das Naturerlebnis den Hauptreiz des Geocachings dar. Damit dies aber auch durchweg positiv erfahren werden kann, sollte man einige Dinge bedenken und seine Ausflüge entsprechend vorbereiten:

  • Vernünftiger Umgang mit seiner Umwelt: Naturschutz
  • Zwei Seiten der Medaille: Traumsommer und Waldbrände
  • Unbeliebte Tourbegleiter: Zecken
  • Gefährliches Naschen: Der Fuchsbandwurm

Untereinander nehmen Geocacher gern auch einmal per Funkgerät Kontakt miteinander auf. Dazu hat sich anscheinend PMR-Funk auf Kanal 2 als Quasi-Standard etabliert. Wer also ein PMR-Funkgerät besitzt: Jetzt gehört es wohl zur CGA (Cachergrundausstattung).

 

HINWEIS: Geocacheverstecke an sensiblen oder gefährlichen Orten

Auf Bitten der Bundespolizei veröffentlichen wir folgenden Hinweis:

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Bundespolizei fordert Geocaching-Teilnehmer zu mehr Umsicht auf

Am 23.09.2009, gegen 13:35 Uhr, wurde im Karlsruher Hauptbahnhof eine Person beobachtet, wie diese einen kleinen Gegenstand mit Kabel unter einer Skulptur versteckte. Die für den Hauptbahnhof zuständige Bundespolizei stufte den Gegenstand als verdächtig ein.

Die Auswahl des Versteckes im Karlsruher Hauptbahnhof führte zu einem größeren Polizeieinsatz, mit einer Teilsperrung des Bahnhofes und Verzögerungen im Bahnreiseverkehr. Erst nach Hinzuziehung von Spezialisten der Polizei und aufgrund des Hinweises eines Bürgers konnte der Gegenstand als Schatzversteck des Spieles Geocaching verifiziert werden.

Die durch den Polizeieinsatz und der Teilsperrung des Karlsruher Hauptbahnhofes entstandenen Kosten können, im Rahmen von zivilrechtlichen Forderungen, möglicherweise in Rechnung gestellt werden. Diese Forderungen können schnell eine große Summe darstellen.

Die Bundespolizei fordert deshalb alle Beteiligten des Spieles Geocaching nachdrücklich auf, entsprechend umsichtig und vorausschauend bei der Auswahl der Verstecke und der Platzierung der Gegenstände zu sein. Stark frequentierte Örtlichkeiten wie Bahnhöfe, Innenstädte, Fußgängerzonen und Örtlichkeiten, an denen Veranstaltungen stattfinden, sollten generell gemieden werden.

Wir bitten weiterhin, die verwendeten Behältnisse für die Sicherheitsbehörden von außen deutlich sichtbar als Geocaching-Versteck/-Behältnis zu kennzeichnen. Verwechslungen und Missverständnisse können so möglicherweise vermieden werden.

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Dieser Vorfall zeigt, dass das vergnügliche, völlig harmlose Such- und Versteckspiel für Alt und Jung unter ungünstigen Umständen sogar zu Polizeieinsätzen führen kann. Da einer Gefahrenmeldung/einem Hinweis auf Ungewöhnliches eines Beobachters selbstverständlich nachgegangen wird, führt dies bei den Sicherheitsbehörden - gerade bei ausgerufener erhöhter Warnstufe - zu einem Einsatz.

Nicht jeder Sicherheitsbeamte am Notruftelefon kennt das Hobby Geocaching und kann Meldungen wie diese vielleicht schon gleich dem Hobby Geocaching zuordnen bzw. dieses in Erwägung ziehen. Wir sind im intensiven Dialog mit der Bundespolizei und werden entsprechende Informationen zwecks interner Schulungen der Sicherheitsbehörden zur Verfügung stellen.

Die Geocaching-Gemeinde bitten wir darum, bei Auswahl und Anlage eines Schatzversteckortes und der Auswahl des Behältnisses (s. o. "Gegenstand mit Kabeln" oder "Kästchen mit rot blinkender LED") einen Moment lang die Perspektive eines Polizeibeamten (i. d. R. ein Geomuggle) einzunehmen, dessen Aufgabe es ist, Schaden von der Bevölkerung abzuwenden. 

Hier ein ziemlich schlechtes Beispiel: Link I, Link II. Wobei dies auch noch eine professionelle (?) Eventagentur als Teambuildingmaßnahme "verbrochen" hat.

Da kann schon im Vorfeld so manche Irritation vermieden werden.

Übrigens: Die Nutzungsbedingungen der Schatzversteckplattformen schreiben die deutliche Kennzeichnung der Behältnisse vor, insofern fordert die Bundespolizei nichts Außergewöhnliches von der Geocaching-Gemeinde.

Auf der anderen Seite ist die Bitte auch an sensible Bürgerinnen und Bürger sowie Gesetzeshüter/-innen gerichtet, dem - von Medien mitunter gern forciertem - wachsendem Alarmismus um ziemlich vage, allgemeine Terrorgefahren ebenfalls mit gesundem Menschenverstand zu begegnen.

Wie viel hunderte Taschen oder Rucksäcke werden jedes Jahr in ganz Deutschland in Gedanken liegengelassen und landen dann (früher) einfach im Fundbüro. Heute sprengt dann ein ferngelenkter Roboter die Tasche ...

Und ist eine (vergessene?) Plastikeisdose am Kinderspielplatz wirklich gleich eine vermeintliche terroristische Gefahr?

Wir bitten um freundliche Beachtung, damit unser Hobby ein schönes Hobby bleibt, und freuen uns auf möglichst wenig Zwischenfälle dieser Art.

Viel Spaß beim gemeinsamen Hobby.

Team Geocaching.de