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Eine Aufputz-Unterverteilungsdose mit Kabelverbindung zu einem Plastikraben* - beides an Brückenteilen einer aktiv genutzten Eisenbahnbrücke nordwestlich von Berlin mit Kabelbindern fixiert - waren nicht als ein harmloser Spielgegenstand zu identifizieren. Daraufhin "durften" sich Sprengstoffspezialisten der Bundespolizei Berlin mit einer gemutmaßten USBV (unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtung) auseinandersetzen.

Deloaborierte USBV - Ohne Geocache-Kennzeichnung wird Dose zerlegt!

Die Bundespolizei bittet eindringlich um deutliche (!), sichtbare Kennzeichnung als Geocache, damit für den Steuerzahler kostspielige Einsätze oder gar ziemlich teure Bahnstreckensperrungen nicht erforderlich werden!

*: Die Plastikente war ein Plastikrabe ;-)

Zecken

Wo besteht die Gefahr von Zeckenbissen?

  1. Zecken kommen überall vor. Sie lieben hohes Gras, Büsche etc. Sie können beim Biss Krankheiten übertragen.
  2. Eine Ansteckungsgefahr mit Lyme-Borreliose (jährlich infizieren sich ca. 30.000 bis 40.000 Personen) besteht im gesamten deutschen Raum. Diese durch Bakterien verursachte Erkrankung ist aber mit Antibiotika gut zu behandeln. Voraussetzung ist allerdings, dass sie rechtzeitig erkannt wird (s. u.).
  3. Eine Ansteckungsgefahr mit Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) besteht
    • im gesamten süddeutschen Raum (einschließlich Südhessen),
    • in der Gegend um Marburg,
    • im Saarland und
    • in Teilen um Erfurt, Gera, Leipzig und Dresden.
  4. FSME ist seltener als die Lyme-Borreliose: Im Jahr 2002 gab es in Deutschland 240 Infektionen (2001: 256. Quelle: RKI); allerdings verläuft die Krankheit bei Befall des zentralen Nervensystems fast immer tödlich.

  5. Erstmalig ist im Mai 2006 auch ein Fall von Zeckenlähmung in Deutschland aufgetreten. Diese Krankheit gab es in der Vergangenheit nur in den USA und Australien. Zeckenlähmung kann zum Tod führen, wenn die Zecke nicht entfernt wird.

Aktuelle Gefährdungskarten für Deutschland und Europa finden sich bei www.zecke.de.

 

Dass Zecken auf Bäumen lauern und sich von da auf ihre Opfer fallen lassen, ist eine Sage. In Wirklichkeit sitzen sie im Gras, im Unterholz und in Büschen und werden beim Vorbeigehen abgestreift.

 

Die Gefahr, von Zecken "angefallen" zu werden, besteht also bei Freilandaufenthalten mit Kontakt zu bodennahen Pflanzen (hohes Gras, Kraut, Farne, Strauchwerk).

Wie kann ich mich schützen?

  1. Meide hohes Gras, Gebüsch und Unterholz so gut es geht.
  2. Einen gewissen Schutz vor Zeckenbissen bietet geschlossene und helle Kleidung, vor allem lange Hosen. Aber man sollte sich nicht darauf verlassen.
  3. Stecke die Hosenbeine in die Socken, wenn du Zeckengebiete betrittst. (Zecken krabbeln auf der Kleidung und suchen nach freier Haut.)
  4. Insektenschutzmittel mit Berührungsgiften (z. B. "Autan") bieten einen zusätzlichen Schutz. Jedoch können kleine Mengen dieser Gifte auch in den Körper gelangen und sich dort anreichern. Außerdem können sie auch weiche Kunststoffe angreifen.
  5. Zu Hause die Kleidung auf dem Balkon ausschütteln und sofort waschen.

Wie entferne ich eine Zecke richtig?

Auch das richtige Entfernen der Zecke ist wichtig, damit sie nicht im Todeskampf die Erreger erst recht abgibt.

 

Wichtig: Es gibt kein "rechtzeitiges" Entfernen. Wenn die Zecke bereits vor dir ein anderes "Opfer" hatte, kann die Erregerkonzentration in ihrem Speichel - dort vermehren sich die Erreger besonders stark - bereits ausreichend hoch sein, um direkt beim Biss eine Infektion zu verursachen. Dies gilt vor allem für FSME. Dennoch ist ein frühzeitiges Entfernen sinnvoll, da bezüglich einer Borreliose-Infektion das Risiko i. d. R. erst mit längerer Saugzeit wächst.Zeckenzange + Karte

  • Nach Aufenthalten in Gebieten mit potenziellem Zeckenvorkommen sollte der Körper (vor allem auch bei Kindern) sorgfältig nach Zecken abgesucht werden.
  • Bei Kindern insbesondere auch auf Haaransätze achten.

Die Zecke vorsichtig mit einer flachen Pinzette oder einer Zeckenzange fassen und mit gleichmäßigem Zug senkrecht zur Haut herausziehen. Ebenfalls haben sich Zeckenkarten bewährt. Danach die Bissstelle desinfizieren - und sie noch 3-4 Monate beobachten. Die Fingernägel nur im Notfall verwenden, um eine Zecke zu entfernen. Geheimtipps wie abbrennen, Öl u. ä. richten mehr Schaden an, als sie letztendlich nützen.

 

Unbedingt zum Arzt gehen sollten man, wenn

  • man sich nach dem Zeckenbiss abgeschlagen fühlt,
  • Fieber oder grippeähnliche Symptome auftreten oder
  • man ringförmige Hautrötung um die Bissstelle feststellt.

Kann ich mich impfen lassen?

Jein!

 

Nein: Eine Impfung gegen Borreliose gibt es derzeit noch nicht.

 

Ja: Gegen FSME gibt es ein Impfmittel.

 

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung für Menschen, die sich in den FSME-Risikogebieten aufhalten. Die FSME-Impfung besteht aus zwei Teilimpfungen im Abstand von mindestens 14 Tagen. Damit ist bereits eine Schutzrate von 95 % erreicht. Für einen anhaltenden Schutz über mehrere Jahre muss nach etwa 9 bis 12 Monaten eine dritte Impfung erfolgen, die dann zu einer Schutzrate von 99 % führt. Solltest du in einem gefährdeten Gebiet von einer Zecke gebissen worden sein und keinen Impfschutz haben, gehe sofort zum Arzt. Denn bis maximal vier Tage nach dem Zeckenbiss kann der Arzt eine passive Impfung mit Immunglobulinen geben, die die Viren sofort bekämpft. Die meisten Krankenkassen bezahlen die Impfung, wenn man vorhat, sich in Risikogebieten aufzuhalten.

 

Weitere Infos

Weitere unappetitliche Details - insbesondere zum Krankheitsverlauf der FSME/Borreliose - möchte ich euch hier ersparen; wer mehr Informationen haben will, findet die u. a. in der Broschüre

 

"Trotz Zecken, Wespen, Fuchsbandwurm unbeschwert Natur genießen".

Die ist gegen Einsendung von 2,53 Euro in Briefmarken erhältlich beim:
Naturschutzbund Landesverband Hamburg e.V. (NABU)
Habichtstr. 125
22307 Hamburg

 

 

Im Web:

Damit man sich mit dem Fuchsbandwurm anstecken kann, müssen die Eier des Tieres in den Verdauungstrakt gelangen. Dies kann z. B. über Kot oder Körperflüssigkeiten passieren. Der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis oder Echinococcus vogeli) ist ein Parasit, der nicht nur den Fuchs, sondern auch Kleinnager, Katzen und seltener auch Hunde und Menschen befallen kann. Im Menschen verursachen die Echinokokkenfinnen, die sich vorwiegend in der Leber ansiedeln, schwere Organsschäden, die leider meist tödlich verlaufen. Glücklicherweise ist die Ansteckung mit der sogenannten alveolären Echinokokkose aber extrem selten: Im Jahr 2004 gab es in Deutschland 17 Fälle (2003 waren es 21; in der Schweiz sind es jährlich ca. 10 Fälle) (Quellen: DE: RKI, CH: Schweizerisches Tropeninstitut).

Als Infektionswege kommen also diese in Betracht:

  1. Kot (z. B. an Blättern, Beeren etc.)
  2. Speichel (z. B. durch deinen Hund)
  3. essen ungewaschener, roher Früchte
  4. anfassen von infizierten Tieren, die entsprechende Ausscheidungen/Flüssigkeiten am Fell haben

Deshalb gilt:

  1. Keine ungewaschenen, rohen Früchte essen.
  2. Nach dem Anfassen deines Hundes gründlich die Hände waschen.
  3. Nach Möglichkeit darauf verzichten, mit schmutzigen Händen Gesicht oder Nahrung anzufassen.

Die Inkubationszeit beim Menschen ist sehr unterschiedlich und dauert von Monaten bis hin zu 10 bis 15 Jahren. Weil die Leber ein sehr leistungsfähiges Organ ist, werden Leberschäden oft erst zu spät bemerkt. Unbehandelte Echinokokkosen führen i. d. R. zum Tod!

 
Tipp: Vor dem Snack die Hände gründlich mit alkoholhaltigen Reinigungstüchern reinigen. Doch ACHTUNG: Dies reduziert die Ansteckungsgefahr, kann sie aber nicht völlig ausschließen, da Fuchsbandwurmeier gegen Alkohol relativ resistent sind!

Weitere unappetitliche Details wollen wir euch hier ersparen, wer jedoch neugierig geworden ist und mehr Informationen haben möchte, kann sich diese Informationsangebote durchsehen:

 
Die Broschüre "Der Kleine Fuchsbandwurm - Verbreitung und Infektionsrisiko" kann für 0,50 € zuzüglich Versandkosten bezogen werden bei:
Landesjagdverband Baden-Württemberg e. V.
Kernerstr. 9
70182 Stuttgart
Tel.: (07 11) 2 68 43 60
Fax: (07 11) 26 84 36 29
E-Mail: info@landesjagdverband.de

Waldbrand & Feuergefahr

Unter natürlichen Bedingungen können Waldbrände vor allem durch Blitzschlag und Selbstentzündung entstehen. Diese Waldbrände sind teilweise für das biologische Gleichgewicht des Waldes wichtig.

 

Meist entstehen Waldbrände aber durch Fahrlässigkeit, Brandstiftung oder Militärübungen.

Voraussetzung und Wirkungszusammenhänge

Klimavoraussetzung

  • längere, warme Trockenperioden
  • trockene Winde
  • häufig bei Auflösung von Hochdruckwetterlagen

Jahreszeit

  • Mitte März bis Mai: ausreichend vorhandene, trockene Bodenvegetation
  • Juni/Juli: Sommerdürre

Tageszeit

  • Entzündungsgefahr beginnt ab ca. 10 Uhr, da dann der Morgentau verdunstet ist

Waldtyp

  • starke Gefährdung besteht für dichtstehende Nadelholzreinbestände, bis zum Alter von 40 Jahren, vor allem bei Kiefern
  • am wenigsten gefährdet sind Altholz-Mischbestände
  • trockene, sandige Standorte mit geringer Wasserversorgung
  • trockene Grasdecken, Reisig, Heidevegetation

Die heute in Mitteleuropa vorkommende Waldbrände sind sehr seltene Naturereignisse (nur 3-10 % der Waldbrände werden durch Blitzschläge verursacht). Der Anteil dieser Brände an der gesamten Brandfläche liegt ebenfalls nur bei ca. 1 %. Das liegt daran, dass diese Brände meist von ergiebigen Regenfällen schnell gelöscht werden.

 

Deutlich über 90 % der Waldbrände und fast 100 % der Waldbrandfläche werden durch menschliches Fehlverhalten verursacht. Je länger es heiß und trocken ist/war, desto höher ist die Brandgefahr. Insbesondere in Nadelwaldmonokulturen kann es schnell "brenzlig" werden.

Was brennt bei einem Waldbrand?

Es brennt die Bodenvegetation, der Humus, die Rinde und das Laub bzw. die Nadeln von Bäumen und Sträuchern sowie trockenes Holz. Die Bäume sterben, sobald das Kambium (die Nährstoff führende Schicht unter der Borke) überhitzt wird.

 

 

Richtiges Verhalten in Wald und Flur

Meist durch Unvorsichtigkeit und Leichtsinn entstehen in Wald und Flur Brände z. B. in der Freizeit durch folgende Fehler an Caravans und beim Camping:

  • Rauchen und offenes Feuer (dazu zählen auch Campingkocher!) sind grundsätzlich im Wald verboten, nicht nur von März bis Oktober.
  • Ausnahme: Offenes Lagerfeuer oder Grillen (auch mit einem mobilen Campinggrill) ist an den besonders gekennzeichneten Feuerstellen - und nur dort - erlaubt. Aber auch hier ist natürlich immer besondere Vorsicht geboten. Über aktuelle Waldbrandgefahren und erweiterte Verbote (im Sommer 2003 bestand z. B. Betretungsverbot der Wälder in einigen Bundesländern) informiert dich tagesaktuell deine regionale Zeitung. Online gibt es eine Übersicht der aktuellen Gefahrenstufen für Deutschland.
  • Katalysatoren werden während des Betriebs heiß. Daher dürfen Pkws, Krafträder und landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge nicht auf trockenen Wiesen und Waldwegen abgestellt werden.
  • Müll gehört nicht in den Wald! Jede Glasflasche, Glasscherbe, Folie, Feuerzeug oder Dose mit chemischen Abfällen kann zu einem Brandherd werden. Auch wilde Müllkippen können zu Bränden führen, da sich das Pflanzenmaterial unter Hitzefreisetzung zersetzt!

Waldbrände müssen unverzüglich der Feuerwehr - Tel.: 112 - gemeldet werden!

Melden eines Waldbrands

Im Falle eines Wald- oder Flurbrandes ist sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 oder eine Polizeidienststelle (Notruf 110) zu verständigen. Dabei sind möglichst die nachfolgenden Daten zu übermitteln:

  1. genaue Angabe des Brandortes (Achtung: Wenn du GPS-Koordinaten angibst, melde auch das Koordinatensystem/Kartendatum!)
  2. Ausmaß des Brandes
  3. Art des Brandes (Erd-, Boden- bzw. Wipfelfeuer)
  4. günstigste Zufahrt zum Brandort, evtl. einen Treffpunkt mit den Einsatzkräften vereinbaren
  5. derzeitigen Standort des Meldenden angeben; wenn möglich, den Rettungspunkt durchgeben
  6. Sind Menschen oder Sachwerte in Gefahr?
  7. Nähe von Wohnhäusern, Hochspannungsleitungen, Gastanks?
  8. Angaben zur Person
  9. Rückrufnummer

Dieser Text wurde von dull für Geocaching.de geschrieben und zur Verfügung gestellt.